Botox ist eine Substanz, die die Erregungsübertragung
von Nerven auf die Muskeln blockiert. Durch diese Blockade kommt es
zu einer Ruhigstellung des Muskels. Das hat zur Folge, dass sich die
in Falten liegende Haut allmählich glättet.
Botolinumtoxin wird langsam über die Lymphe wieder abgebaut und
nach einem halben bis dreiviertel Jahr ist diese Blockade wieder aufgehoben.
Da dieser Muskel nun über einen längeren Zeitraum ruhig gestellt
war und diese unwillkürlich auftretende Bewegung wie z.B. das Bilden
der Zornesfalte nicht durchgeführt wurde, gewöhnt man sich
diese zu Falten führende Muskelbewegung größtenteils
ab, was in Folge zu einer weiteren Reduzierung der Falte führt.
Das heißt die Abstände, in der die Botoxinjektionen durchgeführt
werden sollen, werden immer länger.
Botox wird ebenfalls eingesetzt zur Bekämpfung von Hyperhydrose
(übermäßiger Schweißbildung) wie z.B. unter den
Achseln, an den Händen und Füßen. Der Mechanismus ist
der gleiche. Botox hemmt die Erregungsübertragung vom Nerv auf
die Schweißdrüse, das heißt es kommt zu keiner Produktion
von Schweiß. Das bedeutet aber nicht, dass irgendwo anders vermehrt
Schweiß ausgeschüttet wird. Es kommt auch zu keinerlei Rückstau,
sondern es wird einfach die Produktion gestoppt. Die meisten Patienten
kommen einmal im Jahr zur Schweißbehandlung und sind meine glücklichsten
Patienten.
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